Impuls Juni 2018

Die Sommerzeit ist nicht gerade Zeit zur Aussaat, sondern eher des Wachsens und Reifens. Im Herbst hoffen wir dann auf eine gute Ernte. Gesät wird meist im Frühjahr oder Herbst.

Der Monatsspruch für Juli spricht auch von Saat und Ernte, allerdings in einer übertragenen Weise. Der Prophet Hosea aus dem ersten Teil der Bibel sagt: „Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!“ (Hosea 10,12)

Das Bild leuchtet mir ein: Je nachdem, was ich säe, werde ich auch ernten. Wenn ich Radieschensamen säe kann ich nicht erwarten, dass Bohnen wachsen.

Der Prophet vergleicht unsere Tagen und Worte mit einem Samen, der zu seiner Zeit aufgeht und etwas hervorbringt. Er fordert uns auf, Gerechtigkeit auszusäen und Gott zu suchen, solange es Zeit ist. Er weiß, dass Gott sich nicht immer von seinem Volk finden lässt. Er weiß, dass Gott auch verborgen sein kann, dass er seinen Segen zurückhält. Und darum fordert er das Volk Israel und uns zu einem Neubeginn auf: Überdenkt doch einmal, was ihr mit euren Worten und Taten aussät. Bedenkt doch, was das mal für Früchte hervorbringen wird. Und darum: Säet Gerechtigkeit, pflüget ein Neues, solange es Zeit ist Gott zu suchen.

Im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher grüßt Sie Ihr Pfr. Tom Seidel