Der Ostertermin

Wie kommt das eigentlich, dass Ostern dieses Jahr so zeitig ist? so bin ich schon hin und wieder mal gefragt worden. Im Kirchenjahr gibt es Feste, die immer am gleichen Termin gefeiert werden, so z.B. Weihnachten oder der Reformationstag. Die werden immer am 25. Dezember und am 31. Oktober gefeiert. Daneben gibt es aber auch Feste, die im Datum variieren. Und Dreh- und Angelpunkt ist da tatsächlich das Osterfest. Nach dem Osterfest richten sich viele andere Feste und Festzeiten.

Seit dem ökumenischen Konzil von Nizäa (in der heutigen Türkei) im Jahr 325 n.Chr. wird das Osterfest am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert. Und da die Mondphasen nicht mit unseren Monaten übereinstimmen, ergibt sich für jedes Jahr ein anderer Termin. Vom Termin des Osterfestes hängen einige Feste davor und danach ab: Davor die Passionszeit mit der Karwoche, Gründonnerstag die Einsetzung des Heiligen Abendmahls, Karfreitag die Kreuzigung von Jesus. Und nach Ostern das Fest der Himmelfahrt (Jesus kehrt zum Vater zurück) 40 Tage nach Ostern und 50 Tage nach Ostern das Pfingstfest (die Ausgießung des Heiligen Geistes und die Gründung der ersten christlichen Gemeinde). Eine Woche nach Pfingsten feiern Christen das Trinitatisfest (Gott offenbart sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist). So lädt das Kirchenjahr dazu ein, Gottes Heilsgeschichte mit seiner Menschheit jedes Jahr neu zu bedenken und zu feiern. Das kann man in den Gottesdiensten seiner Heimatkirche tun, aber auch an vielen anderen Orten, wo Christen Gottesdienste feiern. Denn gerade an den großen christlichen Festen wie Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten sind in der heutigen Zeit sehr viele Menschen unterwegs, vielleicht ja auch Sie. Ich lade Sie dazu ein, zu Ostern nicht nur die schöne Natur bei einem Osterspaziergang zu erleben, sondern in den Gottesdiensten die Botschaft von der Auferstehung von Jesus zu hören: Er ist nicht im Grab geblieben. Er lebt. Für dich!

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