Adventszeit

Die letzten Wochen des Jahres stehen vor der Tür. Adventszeit, das heißt kahle Bäume und früh ist es noch dunkel. Die Vögel singen nicht mehr, manchmal liegt auch  schon Schnee. Adventszeit, das heißt für mich viele Kerzen und gemütliche Stunden, Räucherkerzchen und manch ungewohnte Gerüche. Adventszeit, das bedeutet für mich aber auch hektische Betriebsamkeit, Geschenke fürs große Fest besorgen, Feiern, vieles noch versuchen fertig zu bekommen. Sicher kann man da einiges auch mal entschleunigen oder ganz lassen. Weniger ist manchmal mehr. Aber machen wir uns nichts vor: So ganz kommen wir da nicht raus. Und so kann einem bei der ganzen Hektik schon mal der Atem ausgehen und die Freude verloren gehen. Verständlich. Und darum werden wir in der Adventszeit auch ganz ausdrücklich aufgerufen, uns zu freuen. Paulus tut es in seinem Brief in die Christen in Philippi gleich zweimal: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!“ (Philipper 4,4-5; Wochenspruch 4. Advent)

 

Lasst euch trotz aller Hektik und trotz so mancher Widrigkeiten des Lebens doch nicht die Freude an und auf euren Herrn nehmen! Der zu Weihnachten uns in einem Kind nahe gekommen ist und unser Schicksal geteilt hat. Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden. Er ist nicht der verborgene Schöpfer geblieben. Er ist für uns, seine Geschöpfe, angreifbar geworden. Ist das kein Grund sich zu freuen? Und er wird am Ende der Zeit wiederkommen und wird vollenden, was jetzt in dieser Zeit kaputt ist. Ist das kein Grund sich zu freuen?

Wenn jemand Grund zur Freude und auch zur Vorfreude hat, dann sind es wir Christen. Lasst euch doch wieder von der Vorfreude eurer Kinder und Enkel anstecken! Denen muss man das nicht zweimal sagen, dass sie sich freuen sollen, uns Erwachsenen schon.

Im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher wünscht Ihnen Ihr Pfr. Tom Seidel eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!