Gedanken zum September 2014

Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Verzagtheit, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Zuversicht.

2. Tim. 1,7

Heute Morgen wurden die Höhenzüge um Großwaltersdorf bereits von grauen Nebelschwaden eingehüllt. Obwohl wir meteorologisch noch Sommer haben, erinnert mich in diesen Tagen Anfang-Mitte September, in denen ich diese Andacht für das neue Gemeindeblatt schreibe, manches schon an den Herbst. Bald werden auch die Bäume ihr Laub abwerfen und die Vögel werden sich für ihren Flug in den Süden rüsten. Die Sonne wird mehr und mehr ihre Kraft einbüßen und die Tage werden merklich kürzer sein. Viele von Ihnen werden wieder auf den Gräbern Laternen aufstellen und ich werde ihr Licht von meinem Arbeitszimmer aus sehen können, wenn es dunkel ist. Herbst heißt vom Sommer, von der Wärme, von den Blumen, vom Sonnenlicht und langsam vom Jahr Abschied zu nehmen.

Beim Abschiednehmen schaut man mit einem lachenden und einem weinenden Auge drein, sagt das Sprichwort. Ich blicke durch das weinende Auge, wenn ich daran denke, was ich im Abschied alles hinter mir lasse. Das lachende Auge aber schaut auf Gott. Denn Gott ist bei allen Veränderungen im Leben der bleibende Grund, auf den ich vertrauen darf. Wie gut, dass uns die Verse der Bibel eins ums andere mal auf das lachende Auge verweisen. So auch der Spruch aus dem 2. Timotheusbrief. Aus ihm spricht die Verheißung, dass unsere Wege, wohin sie auch führen, im Vertrauen auf Gott, gehbare Wege sind. Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit der Hoffnung des Verses durch den Herbst, die Zeit der Abschiede, gehen können.

Im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher wünscht Ihnen Ihr Pfr. Tobias Schwarzenberg einen heiteren, farbenfrohen Spätsommer.