Orgelkonzert in Gahlenz mit Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger

Die Gahlenzer Göthel-Orgel wurde im letzten Jahr erneuert und als Orgel des Monats ausgezeichnet. Aus diesem Grund kommt Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger zu einem Orgelkonzert am Samstag, dem 29. April in die Gahlenzer Kirche. Beginn ist um 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.

Christian Friedrich Göthel war der Sohn eines Geigenbauers in Borstendorf und erlernte zunächst den Beruf des Vaters. Den Orgelbau eignete er sich, zusammen mit seinem früh verstorbenen Bruder Gottlob Friedrich, autodidaktisch an. Dabei nahm er sich, wie so viele sächsische Orgelbauer im 19. Jahrhundert, die Werke Gottfried Silbermanns zum Vorbild, deren Bauweise er im Umland unter anderem auch bei Reparaturarbeiten studieren konnte. Seine eigenen Neubauten, solide und mit hohem handwerklichen Anspruch gefertigt, verschafften Göthel Aufträge im ganzen Erzgebirge. Von den etwa 30 nachgewiesenen Orgeln sind 16 überwiegend in sehr gutem Zustand erhalten, dazu mehrere der mit schönem Schnitzwerk versehenen Gehäuse ("Prospekte"). Obwohl in der technischen Anlage und im Klangaufbau an Silbermann orientiert, ging Göthel schon in seinen ersten Instrumenten auch auf die musikalischen Anforderungen seiner Zeit ein, indem er die von Silbermann verwendete Palette an Klangfarben um Flöten und Streicher in den Grundstimmen erweiterte.

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